Zugerland Verkehrsbetriebe

Im Porträt: Murat

Er arbeitet meist im Hintergrund: Murat Muriq vom Team Unterhalt sorgt dafür, dass alles funktioniert, bevor das Schiff ablegt.

Um sieben Uhr gehört das Schiff noch ihm allein. Murat schliesst auf, schaltet die Lichter ein, kontrolliert das Bordbuch. Gibt es Fehlermeldungen, Schäden? Kleinigkeiten repariert er gleich selbst, grössere Mängel meldet er weiter.

Murat gehört zum Team Unterhalt der Zugersee Schifffahrt. Er ist Stegwart – zuständig für den Dienststeg, an dem die Schiffe liegen. Auch beim Bahnhofsteg in Zug kümmert er sich, wenn etwas nicht funktioniert.

Sein zweiter Wohnsitz
Draussen wird es langsam hell, die Berge zeichnen sich am Horizont ab. «Es gibt nichts Schöneres, als am Morgen das Schiff aufzumachen und zum Horizont zu schauen», sagt er. «Das Schiff ist schon fast mein zweiter Wohnsitz.» Er kennt die Leute, die jeden Morgen im Hafen vorbeikommen, die Fischer. Man grüsst sich – es ist wie eine Gemeinschaft. 

In der Saison bereitet er die Schiffe für den Tag vor, instruiert das Reinigungspersonal, kontrolliert Material und bestellt bei Bedarf nach. Er kontrolliert die Wasseraufbereitung, wechselt jede Woche den Wasserfilter, reinigt das Schiff aussen und innen. «Wir kennen jede Ecke und jede Kante, die sauber gemacht werden muss», sagt er. 

Auch im Motorenraum schaut er vorbei, hört hin, prüft an Bord, ob alles an seinem Platz ist. In zwei Lagerräumen hält er Ordnung, repariert, organisiert. Im Winter führt er zusammen mit Arbeitskollegen Unterhaltsarbeiten durch. Jeder Raum – vom Unterdeck bis zum Steuerhaus – wird gründlich gereinigt, Parkettböden und Holztische werden geschliffen und geölt. Dabei arbeitet das Team mit verschiedenen Handwerkern zusammen. Am liebsten aber streicht Murat: «Wenn ich streichen und malen kann, bin ich in meinem Element.»

Er kennt jeden Handgriff
Seit 2013 ist er wieder bei der Zugersee Schifffahrt, nachdem er schon früher mehrere Jahre hier gearbeitet hat. Ausgebildet als Technischer Zeichner, hat er viele Handwerksarbeiten direkt auf dem Schiff gelernt. Zufrieden ist er am Ende des Tages erst, wenn alles erledigt ist. «Ich verlasse meinen Arbeitsplatz nicht, bevor alles in Ordnung ist. Das alles erreiche ich dank der Unterstützung meines Vorgesetzten und meiner Arbeitskollegen.» 

An freien Tagen macht Murat gerne Ausflüge mit Frau und Sohn, etwa nach Luzern. Manchmal spaziert er auch am See, trinkt einen Kaffee, blickt Richtung Berge. So wie jeden Morgen, wenn das Schiff wieder ihm allein gehört. 

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